Kunstpreis Güstrow

Kunstpreis Ökologie in Güstrow:
unter dem Motto “Panta rhei – alles fließt – alles ist im Fluss – alles wird beeinflusst”

Im Zusammenhang mit der Ausstellung Kunst und Umwelt der Stadt Güstrow habe ich am 25. Juni 2006 den Kunstpreis Ökologie erhalten.

Mit den in der Städtischen Galerie Wollhalle ausgestellten Arbeiten hat Franziska Rutz dem immer rascher fortschreitende Einfluss der sogenannten zivilisierten westlichen Welt auf andere Kulturen Ausdruck gegeben und mit ihrer individuellen künstlerischen Umsetzung Fragestellungen provoziert, für die in unserer Gegenwart Antworten gefunden werden müssen, um den Menschen auch eine Zukunft zu geben.

In der Begründung der Jury heißt es: Franziska Rutz’ Bilder sind eindringlich, ohne plakativ und ohne beschönigend zu sein. Das Verschlingende dieser in die Millionen zählender Städte vermitteln “monumentale Eindrücke vom Aufstieg eines industriellen Leviathans, der in der Lage ist, die Welt grundsätzlich zu verändern. Ihre Bilder von Baustellen und Neubauten sind eindringliche optische Verkörperungen und zeigen den Umbruch der chinesischen Gesellschaft im Zeitraffer.” (Michael Wolfson). In Franziskas Rutz’ Werk in Form eines Diptychons scheint vor grauer Hochhauskulisse ein kleines Mädchen zu schweben; zunächst im linken Teil unscharf, im rechten Teil scharf wiedergegeben. Es hält grüne Zweige in Händen. Wir verstehen es als Aufforderung an die jetzige wie an die nachfolgende Generation, den Menschen wieder in den Mittelpunkt des Seins und unseres Handelns zu stellen.

Zu dem Thema “Alles fließt, alles ist im Fluss – alles wird beeinflusst” entstehen weitere Arbeiten, unabhängig zu dem Kunstpreis.

China, alles im Fluss?, „Gegenwart und Zukunft“, 2006, 120×60 cm, (2-teilig)
China, alles im Fluss?, „Gegenwart und Zukunft“, 2006, 120×60 cm, (2-teilig)